Claus
Ringen, Judo, Sambo, Bodybuilding

Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man erst richtig anfangen.

Konrad Adenauer
Geboren
1992
Sport
Ringen, Judo, Sambo, Bodybuilding
Größte Erfolge
1. IFBB Diamond Cup Malta 2021
1. Deutscher Meister 2008
2. Internationaler Meister 2018
2. Deutscher Meister 2007
3. Deutscher Meister 2018
5 x Landesmeister (Ringen, Judo, Sambo)

76 Finalteilnahmen bei Internationalen Turnieren und Meisterschaften, davon 40 Einzel- und 5 Mannschaftsturniersiege
Karriere & Wettkämpfe

Mein Weg. Meine Entscheidungen. Mein Leben.

Claus Baskaren Kopp – Der sportliche und berufliche Werdegang von 1998 bis 2021 …und danach

Die Lebens- und Sportlaufbahn von Claus Baskaren Kopp, dem mittleren der drei Kopp-Brüder, ist ein herausragendes Zeugnis für Resilienz, unbändige Willenskraft und die Fähigkeit, sich nach tiefen Einschnitten im Leben völlig neu zu erfinden. Sowohl auf der Matte als auch im späteren Leistungssport und seiner beruflichen Karriere hat er bewiesen, dass Disziplin und Zielstrebigkeit keine Grenzen kennen.

Zusammen mit seinen Brüdern verschrieb sich Claus Kopp bereits früh dem sportlichen Ringkampf. Nach ersten internationalen Erfahrungen im Jahr 1998 und einer kurzen, erfolgreichen Episode beim Fußballverein FV Urloffen im Jahr 1999, zeichnete sich seine kontinuierliche Leistungssteigerung im Ringen schnell ab. Beim Internationalen Turnier im französischen Hoenheim gelang dem ausgewiesenen Griechisch-Römisch-Spezialisten der erste große Triumph, als er seine Konkurrenz nach Belieben dominierte.

Um die Jahrtausendwende weitete Claus Kopp sein sportliches Portfolio aus und stieg im Jahr 2000 zusätzlich in den Judosport ein, wo er sogleich mit einem Gesamtsieg beim Ortenaupokal in Kippenheimweiler seine Extraklasse unter Beweis stellte.

Das Jahr 2001 brachte den endgültigen Durchbruch auf breiter Front: Neben zahlreichen Turniersiegen im Freistilringen feierte er gemeinsam mit seinen Brüdern Carsten und Christian den Gewinn der Judo-Landesmannschaftsmeisterschaft mit dem BC Offenburg.

Nach dem Umzug der Familie vom badischen in den württembergischen Raum im Jahr 2003 akklimatisierte er sich sportlich sofort und errang die Vizemeisterschaft bei den Judo-Einzelmeisterschaften sowie vordere Podestplätze auf baden-württembergischer Ebene und beim bundesoffenen Dax-Pokal. Im Jahr 2004 krönte er diese Phase mit dem Einzeltitel bei den Landesmeisterschaften im Judo und bewies mit dem Gewinn der U15-Landesmeisterschaft im Sambo im Alter von nur 12 Jahren erneut seine enorme Vielseitigkeit.

Im klassischen Ringkampf demonstrierte er 2005 seine mentale Stärke, als er nach einem Rückschlag im Freistil nur eine Woche später die Konkurrenz im griechisch-römischen Stil demontierte und anschließend einen respektablen siebten Platz bei den Deutschen Meisterschaften erkämpfte. In den Jahren 2007 und 2008 verlagerte sich sein Erfolgsschwerpunkt zunehmend auf den Sambosport, in dem er sich zunächst den deutschen Vizemeistertitel und schließlich im Jahr 2008 den Titel des Deutschen Meisters der U17 sicherte.

Das Jahr 2009 brachte jedoch eine abrupte und dramatische Zäsur. Auf dem Weg zum Training verunglückte Claus Kopp beim Einstieg in die Bahn so unglücklich, dass er sich das Sprunggelenk und den Knöchel regelrecht zertrümmerte. Von den schweren körperlichen Folgen dieses Unfalls sollte er sich für den klassischen Ringkampf nie wieder vollständig erholen. Nach einer extrem langwierigen Rehabilitation standen in den Folgejahren lediglich sporadische Einsätze in der Verbandsliga auf dem Programm.

Doch anstatt aufzugeben, bewies Claus Kopp eine außergewöhnliche mentale Stärke. Getreu dem familiären Credo, dass „nach dem Leistungssport vor dem Leistungssport ist“, fokussierte er seine Energie neu und transformierte seinen Körper mit eiserner Disziplin und außergewöhnlichem Durchhaltevermögen für das Bodybuilding in der Disziplin „Mens Physique“. Der Erfolg dieser harten Arbeit ließ nicht lange auf sich warten: Bei seinem Wettkampfdebüt 2018 feierte er auf Anhieb den Sieg beim bundesoffenen Rhein-Neckar-Pokal, errang den dritten Platz bei der Deutschen Newcomer-Meisterschaft in Fulda und wurde Internationaler Deutscher Vizemeister in Bochum. Der endgültige internationale Meilenstein folgte im Jahr 2021 auf Malta: Mit dem Triumph beim renommierten IFBB Diamond Cup erhielt Claus Kopp die begehrte Pro Card und stieg damit offiziell in den Status des Profisportlers auf.

Parallel zu diesem sportlichen Neubeginn forcierte er zielgerichtet seine berufliche Entwicklung. Seinen Weg beschreibt er selbst von der Pike auf bis zum Lehrmeister. Heute hat Claus Kopp diese Prinzipien von Leistungsbereitschaft und Struktur erfolgreich in die Corporate-Welt übertragen. Er fungiert als Projekt- und Teamleiter bei dem weltweit führenden Großkonzern Johnson Controls plc., trägt dort die Verantwortung für ein rund 20-köpfiges Team und steuert anspruchsvolle Großprojekte im süddeutschen Raum mit dem Schwerpunkt der Gebäudetechnik. Die Vita von Claus Kopp steht damit als Paradebeispiel dafür, dass eiserner Wille und strategischer Fokus jeden Rückschlag in einen Erfolg verwandeln können.

Quintessenz eines unbeugsamen Weges

Die Lebensgeschichte von Claus Kopp verdeutlicht eine fundamentale Wahrheit: Das Schicksal mag die Umstände bestimmen, aber der eigene Charakter bestimmt das Ergebnis. Als ein schwerer Unfall seine verheißungsvolle Ringerkarriere jäh beendete, fand er darin nicht das Ende, sondern den Anfang eines neuen Kapitels. Mit einem unmenschlichen Durchhaltevermögen und kompromissloser Selbstdisziplin kämpfte er sich nicht nur zurück, sondern stieg im Profi-Bodybuilding und als Führungskraft in einem Weltkonzern in neue Höchstregionen auf. Claus Kopp verkörpert die absolute Weigerung, vor Rückschlägen zu kapitulieren – ein Beweis dafür, dass wahrer Ehrgeiz und mentale Härte im Leben immer siegen.

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